Die ideale Ehefrau
aus einem Hauswirtschaftslehrbuch der Fünfzigerjahre

 

Bereiten Sie pünktlich das Abendessen zu!
Planen Sie rechtzeitig, am besten schon am Abend zuvor, um zur rechten Zeit eine köstliche Mahlzeit für ihn bereithalten zu können. Dadurch spürt er, dass Sie an ihn gedacht haben und für seine Bedürfnisse sorgen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie nach Hause kommen, und die Aussicht auf eine gute Mahlzeit ist Teil der herzlichen Begrüßung, die sie daheim brauchen.

Bereiten Sie sich selbst vor!
Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit, sich auszuruhen, damit Sie gut erholt sind, wenn er nach Hause kommt. Frischen Sie ihr Make-up auf, stecken Sie sich eine Schleife ins Haar und achten Sie auf ein frisches Äußeres. Er hat gerade einen Tag, umgeben von lauter von der Arbeit erschöpften Leute, hinter sich. Seien Sie fröhlich und interessanter für ihn. Nach einem langweiligen Tag freut er sich über etwas Aufmunterung.

Schaffen Sie Ordnung im Haus!
Gehen Sie, kurz bevor er eintrifft, noch einmal durch die Zimmer und heben Sie Schulbücher, Spielzeug, Papier usw. auf. Wischen Sie dann mit einem Staubtuch über die Tische. Dann wird Ihr Mann das Gefühl haben, in einem sicheren Hafen der Ruhe und Ordnung eingelangt zu sein, und auch Sie werden sich gleich viel besser fühlen.

Bereiten Sie die Kinder vor!
Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um den Kindern Gesicht und Hände zu waschen (wenn sie noch klein sind), sie zu kämmen und ihnen, falls nötig, saubere Kleidung anzuziehen. Sie sind kleine Schätze, und er möchte gern, dass sie diese Rolle auch spielen, wenn er heimkommt.

Sorgen Sie für Ruhe!
Wenn er eintrifft, sollte er nicht durch den Lärm von Waschmaschine, Wäschetrockner, Geschirrspüler oder Staubsauger belästigt werden. Versuchen Sie, die Kinder dazu zu bringen, dass sie leise sind. Freuen Sie sich, ihn zu sehen. Begrüßen Sie ihn mit einem warmherzigen Lächeln!

Was Sie unbedingt vermeiden sollten:
Behelligen Sie ihn bei seiner Ankunft nicht mit Problemen und Klagen. Beschweren Sie sich nicht, wenn er zu spät zum Essen kommt. Gemessen daran, was er an diesem Tag möglicherweise durchgemacht hat, ist das von geringer Bedeutung. Sorgen Sie dafür, dass er sich wohlfühlt. Bieten Sie ihm einen bequemen Sessel an oder schlagen Sie ihm vor, dass er sich im Schlafzimmer niederlegt. Halten Sie, je nach Bedarf, etwas Kühles oder Warmes zu trinken für ihn bereit. Schütteln Sie ihm das Kissen auf und bieten Sie an, ihm die Schuhe auszuziehen. Sprechen Sie mit leiser, sanfter, beruhigender Stimme. Ermöglichen Sie es ihm, sich zu entspannen und abzuschalten.

Hören Sie ihm zu!
Es gibt gewiss ein Dutzend Dinge, die Sie ihm gerne erzählen möchten, aber der Moment, wenn er nach Hause kommt, ist dafür nicht der richtige Zeitpunkt. Lassen Sie zuerst ihn erzählen!

Der Abend sollte ganz ihm gehören!
Beklagen Sie sich nicht, wenn er Sie nicht zum Essen oder anderen angenehmen Zerstreuungen ausführt. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt harter Arbeit und ständiger Anspannung zu verstehen, und sein Bedürfnis, abzuschalten und sich auszuruhen.

 

Hier enden die Anweisungen, d.h. das lächelnde, mit sanfter Stimme sprechende und mit einer Schleife geschmückte Frauchen muss jetzt selber sehen, wie es mit dem späteren Abend zurechtkommt. Ich hätte da schon ein paar Ideen. Du auch?