Im Salzkammergut
Nebel steig’n auf und verdecken die Höh’n,
so viel wir auch schauen, wir können nichts sehen.
Die Berge sind traumhaft, hat man uns erzählt,
doch nützt uns das gar nichts, weil d‘ Ansicht halt fehlt.
Der Himmel zeigt sich grau in grau,
und unsere Stimmung, die wird langsam flau.
Schwer hat’s da der Optimist,
wenn’s Wetter nur beschissen ist.
Besserung prophezeit uns der Wetterbericht.
Wir hoffen, dass dieser die Wahrheit auch spricht.
Der Hund, der hat ja schon öfter gelogen
und naive Touristen zum Bleiben bewogen.
Wir haben solches nicht im Sinn.
Wird’s nicht schöner, so sind wir dahin.
Vorläufig aber, da sind wir noch hier,
sitzen im Gasthaus und trinken ein Bier.
Wir sprechen noch ein Nachtgebet,
damit das Sauwetter vergeht.
Am nächsten Morgen:
Das Wetter schön wie ein Traum,
wir trauen uns’ren Augen kaum.
Der Himmel ist wie ausgeputzt,
hat das Gebet ja doch genutzt!